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Allgemein | 3. Juli 2019

Plattform für digitale Namensschuldverschreibungen

Namensschuldverschreibungen lauten auf eine bestimmte Person, sind nur schwer übertragbar und eignen sich deshalb nicht für den Handel an der Börse. Bei institutionellen Investoren sind die Produkte jedoch besonders beliebt. Ähnlich wie die klassischen Anleihen werden Namensschuldverschreibungen – im Fachjargon auch n-Bonds genannt – bislang über den traditionellen Offline- und Papierweg abgewickelt. Insbesondere der Austausch physischer Urkunden behindert dabei die schnelle und unkomplizierte Abwicklung.

Die DZ BANK hat nun die weltweit erste smarte Namensschuldverschreibung für die niederländische BNG Bank über eine digitale Infrastruktur-Plattform arrangiert. Die 10 Millionen Euro geclearte Namensschuldverschreibung wurde als Privatplatzierung mit einer Fälligkeit von drei Jahren und einem Koupon von 0,05% über die Online-Plattform European Private Placement Facility (eppf) emittiert.

2018 startete die Online-Plattform für die digitale Emission von Anleihen. Das Besondere an der eppf ist die weitgehende Standardisierung der meisten für den Emissionsprozess notwendigen Schritte wie Dokumentation und Abwicklung. Erstmals können n-Bonds damit ohne den Versand von Papierurkunden an Investoren abgewickelt und übertragen werden. Viele Vorbereitungen fallen nur einmalig beim Beitritt des Kunden an. Das spart Zeit und Geld gegenüber herkömmlichen Anleiheplatzierungen. Zudem nutzt eppf die bestehende Infrastruktur von Inhaberschuldverschreibungen, um die n-Bonds abzuwickeln und erweitert so den Investorenkreis. Die Plattform erlaubt auch ausländische Investitionen in Namensschuldverschreibungen und öffnet den Markt für n-Bonds damit erstmals international.

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